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April 18, 2023

45* Höhere Kaufpreise erzielen: So geht´s | Interview mit Guido Augustin

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In dieser Episodentauchen wir tief in die faszinierende Welt des Homestagings ein. Beate Roth führt ein spannendes Gespräch mit dem Gast Guido Augustin, einem Experten auf dem Gebiet.

Homestaging ist eine innovative Branche, von der jeder profitiert. Immobilienmakler*innen, die diese Dienstleistung anbieten, können sich besser positionieren und Vertrauen bei potenziellen Käufern aufbauen. In dieser Episode erfährst du, warum Homestaging so wichtig ist, um den besten Verkaufspreis zu erzielen und Geldverschwendung zu vermeiden. 

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Beate Roth [00:00:00]:

Was kannst du tun, damit deine Vermarktungsaufträge auch beim Notar landen? Ja, diese Frage stellen sich natürlich im Moment sehr viele ImmobilienmaklerInnen und dazu habe ich heute erneut einen Tipp, denn natürlich gibt es viele Möglichkeiten, die du umsetzen kannst. Heute kommt einer von Guido Augustin, mein Interviewgast. Ich freue mich sehr auf ihn, denn er stellt uns ein Thema vor oder eine Sache vor, die ja, wer hat es erfunden? Nicht die Schweizer, sondern mal wieder die Amerikaner. Aber im Marketing, da können wir uns wirklich einiges von denen abschauen. Und so stellt er uns etwas vor, was es in Amerika schon länger gibt und in Deutschland seit 15 Jahren. Und so langsam auch ein richtiges, gutes Marketing-Werkzeug wird, damit du deine Immobilien auch vermarkten kannst. Und was ist es? Es ist Homestaging. Das ist unser heutiges Thema. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zur Sache Digitalität und ich freue mich besonders heute mal wieder ein Interviewgast zu haben und zwar den Guido Augustin, Auch wenn man jetzt wahrscheinlich da unten liest Cornelia Augustin, denn ihr beide seid privat wie beruflich ein Paar, nämlich ihr habt gemeinsam eine Home Staging Agentur, nennt man es wahrscheinlich, ein Unternehmen für Home Staging. Herzlich willkommen Guido.

Guido Augustin [00:01:34]:

Ja, Beate, vielen Dank für die Einladung. Ich habe es gerade geändert. Das ist so, wenn die eigene Frau der Firma den Namen gibt, dann gibt es ja schon mal ein paar lustige Verwechslungen.

Beate Roth [00:01:44]:

Sehr gut, dass du nicht Conny bist. Das sieht man schon. Du machst das Marketing in eurem Unternehmen,

Guido Augustin [00:01:52]:

so wie es geht. Ja, im Schwerpunkt. Das ist ja das, wo ich auch herkomme. Ich komme aus der Unternehmenskommunikation, ganz früher aus dem Journalismus. Insofern ist das das, was mir am nächsten liegt und meine Conny und das Team kümmern sich dann die operative Umsetzung des Ganzen. Da ist es wahrscheinlich sogar die bessere Idee, wenn ich die Finger davon lasse.

Das Interview erscheint auch auf meinem YouTube Kanal, wo du weitere Interviews mit interessanten Gästen zu spannenden Themen findest.

Beate Roth [00:02:11]:

Homestaging. Mir sagt das schon lange was, einigen wahrscheinlich auch, aber viele sagen wahrscheinlich auch, was ist das denn schon wieder? Weil es es ja noch gar nicht so lange gibt, daher würde ich dich erst mal bitten, dass du uns ein bisschen erklärst, was überhaupt Homestaging ist. Ja, sehr gerne. Also Du bist ganz vorne dabei, ganz klar.

Guido Augustin [00:02:32]:

Es ist nach wie vor noch vermutlich die Minderheit in diesem Land, die das noch nicht kennt. Das ist unsere Hauptaufgabe. Also es geht darum, Wohnimmobilien, die verkauft werden sollen, für genau diesen Verkauf, für diese Phase optimal vorzubereiten. Es ist emotionales Marketing mit der Idee, den Verkaufspreis zu steigern, mit der Idee, die Vermarktungszeit zu verkürzen. Und auch das kommt ja regelmäßig vor, eine Immobilie, eine Wohnung, ein Haus überhaupt erst verkäuflich zu machen, auf dem Markt so attraktiv darzustellen, dass es auch wirklich funktioniert. Das Ganze gibt es seit 1971. Die wunderbare Barb Schwarz, eine ganz liebe Freundin von uns mittlerweile, hat es erfunden. Eine Amerikanerin, deutschständig. Wie so oft, ne? Die Amerikaner. Irgendwann mal, genau. Die Schwarzes und die Barb Schwarz hat es erfunden. Die war selbst Immobilienmaklerin, kann ich nachher gerne mehr erzählen, wenn du möchtest. Und ja, hier in Deutschland ist das Thema etwa 15 Jahre alt. Da haben dann die ersten Frauen, das ist ein sehr weiblicher Beruf, eine sehr weibliche Branche, angefangen hierzulande auch die Immobilien dann ja zu gestalten, so schön zu machen, dass der Verkauf einfach besser läuft. Und das ist nach wie vor der größte Engpass, den wir haben, ist einfach die Bekanntheit. Tatsächlich, dass damit Längst wissen nicht alle Immobilienbesitzerinnen und Besitzer, nicht alle Erben und vielleicht auch immer noch nicht alle Immobilienmakler, dass es das überhaupt gibt und dass es eigentlich die beste Idee ist, die sie haben können in der Vermarktung ihrer Immobilien.

Beate Roth [00:03:58]:

Ja, Wahnsinn, dass es erst 15 Jahre ist. Also hier in Deutschland jetzt. Also seit 1970 Amerika, aber ich hätte es jetzt schon länger doch verortet in Deutschland. Krass. Ja, das ist wirklich noch gar nicht so lange und dass ich das natürlich noch nicht beim Verbraucher da angekommen ist, ist klar. Aber wir MaklerInnen sollten zumindestens darüber informiert werden und dafür bist du ja auch heute mein Gast, auch dahin auch mal ein großes Publikum anzusprechen, weil es ja auch der Branche im Moment oder schon eine ganze Weile nicht mehr so gut geht. Man kann nicht einfach sagen, so wir nehmen jetzt jede Immobilie und setzen die in irgendein Immobilienportal und zack ist sie verkauft. Nein, da wird inzwischen ein bisschen mehr gefordert. Viele Paletten, die wir wissen müssen, Aber zumindest ist das ja wieder ein sehr schönes Pool oder was Schönes, was man mit einbringen kann. Also jetzt auch wirklich was Schönes, weil ihr macht ja Immobilien schön. Aber halt wirklich auch eine Positionierung für Makler, Maklerinnen, die sich damit anders darstellen können, also einen anderen Service als viele andere Makler anbieten.

Guido Augustin [00:05:11]:

Ja, das ist ja das Schöne auch am Homestaging selbst.

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Das wird eine ganz tolle Branche. Das ist auch der Grund, warum ich dann irgendwann meine Frau gebeten habe, da einsteigen zu dürfen. Alle profitieren. Es verliert wirklich niemand in dem Spiel. Es ist wirklich Win-Win-Win. Wenn du jetzt gerade die Immobilienmakler, also die Profi-Verkäufer angesprochen hast, natürlich positionieren die sich besser. Weil wenn ich als Hausbesitzer, als Verkäufer einen Makler suche, der mein Vertrauen verdient, wenn ich noch keinen kenne, dann gehe ich auf ImmoScout oder die ganzen anderen Portale, eBay, Kleiderzeige, wie immer sie heißen mögen und gucke mal, was ist da unterwegs auf dem Markt und dann sehe ich ja, wer wie präsentiert. Und spätestens bei der dritten Präsentation, bei dem dritten Exposé einer Wohnung oder eines Hauses, wo ich sage, das sieht ja super aus, rufe ich den an und sage, pass auf, genau so möchte ich es auch haben. Und das ist ja auch das Spannende, auch das, wo wir einfach nicht müde werden oder auch nicht müde werden dürfen, auch wenn es manchmal ein bisschen anstrengt, immer wieder das Gleiche zu wiederholen und immer wieder zu sagen, wie wichtig dieses Homestaging ist, dass es ohne Homestaging einfach doof ist, es einfach keinen Sinn macht, weil Geld verschenkt wird. Wir verbrennen wirklich Geld, wenn wir kein Homestaging machen. Und wir haben ja über unsere Connections, über die Berufsverbände auch internationale Kontakte und es gibt auf der ganzen Welt Immobilienmakler, wenige, aber es gibt sie, die sagen, hey, bei mir in der Vermarktung nur mit Homestaging. So, du kommst und sagst, ich weiß es besser, du bist Lehrer und sagst, nee, nee, das ist schon schön so und ich habe das so von meiner Mutter gekriegt oder wer auch immer das gebaut hat. Nein, bei mir nur mit Homestaging. Und diese Makler, liebe Beate, das sind die mit Abstand erfolgreichsten in ihrem Marktsegment, in ihrer Region, in ihrem Land, weil die einfach sich konsequent da an die Spitze setzen und dann auch mal einen wegschicken. Du willst kein Homestaging machen? Kein Problem. Dann gehst du eben zum Nachbarn, der nimmt dann deine Immobilie, muss dich halt auf den Verlust gefasst machen. Okay, dieses Nein sagen, ich glaube, das müssen gerade auch sowieso ein paar Immobilienmakler

Beate Roth [00:07:08]:

lernen. Also nicht jeden Kaufpreis zu akzeptieren oder zu sagen, ja, da verkaufen wir das für den Preis, weil die sitzen dann halt jetzt seit sechs, sieben, acht, neun Monaten auf dieser Immobilie, die schon überhöht war und es wird ja noch schwieriger, dann den Eigentümer zu überzeugen, dass er mal im Preis runtergehen sollte oder muss, eher gesagt. Aber jetzt musste man ein bisschen zahlen oder Fakten uns nachgeben, weil du sagst, man verbrennt Geld, wenn man nicht mit Homestaging arbeitet. Was kannst du uns denn da sagen? Was sind denn die Werte, die du uns nennen kannst? Wo geht es denn dahin beim Homestaging?

Guido Augustin [00:07:52]:

Also das eine ist ja die emotionale Seite oder auch die ästhetische. Die hast du ja auch schon zweimal hervorgehoben in diesen kurzen Zeiten, der wir hier sind. Natürlich sieht es toll aus und zumindest, wenn es gut gemacht ist. Und bei uns ist das so, das sieht fantastisch aus, du fühlst dich wohl und all diese Dinge. Aber im Kern geht es ja etwas anderes. Im Kern geht es ja ein knallhartes Business, das wir damit ermöglichen, weil wir sagen, nur mit Homestaging kannst du den vollen Preis erzielen. Und da sind wir, wenn wir in Diskfarben reden, komplett auf der blauen Seite. Es gibt seit 51 Jahren, seit 52 Jahren, seit es Home Staging gibt, gibt es Statistiken aus der ganzen Welt. Da mag jede eine andere Validität haben und Reliabilität und was auch immer die Statistiker dann noch zu bieten haben, aber die Kernaussage ist seit 52 Jahren die gleiche. Homestaging steigert den Verkaufspreis. Und da kommt die eine Statistik dann auf vier, die andere auf sechs, die andere auf zehn Prozent. Das ist natürlich im Einzelfall immer variabel. Klar, es schwankt ja auch ein bisschen, aber die Grundaussage ist immer die gleiche und unter vier Prozent ist auch niemand. Und da kommen wir dann gleich auch noch auf die auf die Gewinnmarge, die da drin steckt, auf die Rendite, die man da erzielen kann. Wir haben immer einen Mehrerlös beim Homestaging über die Zeit und unser eigener Benchmark, der liegt irgendwo bei 10 Prozent roundabout. So schwierig das immer zu messen ist, ich weiß, die Einwände sind berechtigt, ja wie messt ihr das, geht das denn, ihr habt doch immer nur einen Verkauf eines Hauses. Ja, aber über die Zeit und über die Zahl und über die große Zahl wird das Ganze sehr, sehr zuverlässig und auch dann unverrückbar. Homestaging steigert den Verkaufspreis. Und dann machen wir mal die Spanne auf zwischen 4 und 10 Prozent. Und das ist im Bereich Immobilien eine ganze Menge Geld. In der Regel, wenn wir von Privatverkäufern reden, also nicht von institutionellen, dann ist das Haus, ist die Wohnung das teuerste, was sie besitzen und da dann mal 4, 6, 8, 10, vielleicht auch mal 12 Prozent, Einzelfällen waren wir auch schon deutlich drüber, mehr zu erzielen. Das klingelt richtig in der Kasse. Und keine Homestaging zu machen, bedeutet darauf zu verzichten. Das ist der Umkehrschluss. Klar kann ich ein Haus, eine Wohnung verkaufen, auch ohne, zumindest die meisten. Muss ich halt über den Preis gehen, dann lasse ich nach, das kann ich machen, weil ich vielleicht dem Enkel gebe oder dem Nachbarn oder aus irgendwelchen anderen Gründen da auf 20, 30, 80, 150.000 Euro verzichten will. Ich muss es nur wissen und dann ist es meine Entscheidung. Machst du es oder machst du es nicht? Genau, man sollte es wenigstens anbieten

Beate Roth [00:10:19]:

als Immobilienmarktler. Du hast ja so einen herrlichen Spaß, der erlaubt am 1. April, dass es Pflicht wird, mit Homestaging zu vermarkten, beziehungsweise insbesondere Pflicht sein würde, dass ein Markt das zumindest vorstellen muss. Es war ein April-Scherz, du bist im Marketing, war ein guter Coup.

Guido Augustin [00:10:46]:

Aber klar. Ja, aber lass mich das gleich ergänzen. Das ist super gelaufen. Einerseits, mich haben Doktoren aus der Branche angerufen und gratuliert. War herrlich. Obwohl es den Wirtschaftsgerichtshof in Mainz, der diese Entscheidung gefällt hat, gar nicht gibt. Obwohl dick 1. April, da reden die Leute, es gab… Aber gut, so ist das ja mit guten April-Scherzen. Wir haben den zwei Jahre vorbereitet und der hat wirklich gepasst, da waren wir alle ganz glücklich. Aber der Kern, wie so oft, der Kern ist wahr. Und der Kern ist wirklich historisch, denn der Kern ist in den USA passiert, dass zwei Häuser, keine Doppelhaushälften, aber identische Häuser, die nebeneinander lagen, von den zwei unterschiedlichen Besitzern zum gleichen Zeitpunkt zufälligerweise an den Markt gebracht wurden. Und der eine Besitzer hat einen Makler engagiert, der ihm Homestaging angeboten hat, und er hat es auch gemacht. Und Der andere Besitzer hat einen Makler engagiert, der ihm Homestaging nicht angeboten hat. Also hat er auch kein Homestaging gemacht. So, und die haben sich dann nach dieser Verkaufsphase irgendwann ausgetauscht. Da wurde einer gefragt, was hast du denn bekommen? Was? Und er wurde unterstützt, weil es ein deutlich, deutlich höherer Betrag war für das identische Haus zur gleichen Zeit. Und daraufhin hat er wirklich seinen Makler verklagt. Das ist halt in den USA ein bisschen andere Rechtskultur. Die wollen wir gar nicht haben. Aber die Geschichte dahinter ist spannend, weil das Gericht gesagt hat, hey, lieber Makler, du hättest deinem Kunden diese fantastische Marketingmaßnahmen, von der wir alle wissen, dass sie funktioniert, anbieten müssen. Wenn er sich dann dagegen entscheidet, so, dann trägt er auch die Konsequenz. Dann hat halt alles seinen Preis im Leben. Aber dadurch, dass du es ihm nicht angeboten hast, hast du dich haftbar gemacht und Der musste da ganz ordentlich bezahlen und ist auch nicht lange bei dieser Markt der Gesellschaft geblieben danach, weil sie ihn einfach rausgeschmissen

Beate Roth [00:12:22]:

haben. Ja, cool. Ein schönes Beispiel natürlich, wenn man das aus der Praxis wirklich hat, auch wenn es nicht aus Deutschland ist, ist ja egal. Das ist ja auf jeden Fall, wir hinken ja immer etwas hinterher, warum auch immer, bei Marketing zumindestens

Guido Augustin [00:12:37]:

von Amerika. Bei Marketing bin ich dabei, da müssen wir aufholen. Juristisch will ich das nicht haben. Ganz viele Sachen. Ich see you. Wir sind keine Amerika-Fans

Beate Roth [00:12:48]:

oder so, sondern das ist Fakt. Marketing-mäßig haben die sehr viele sachen immer vorne weg so aber ich glaube es ist schon klar rübergekommen dass homestaging wirklich auch mit den fakten auch das wollte ich noch kurz sagen diese disk methode das sind ja dass es so eine Farblehre gibt über die Menschen, die einen sind halt die emotionalen, die einen sind die, die jedes Kommastellchen wissen wollen und die blauen sind halt die, die die Fakten haben wollen, die du gerade eben erwähnt hast. Und die können wir ja auch ganz gut bedienen beim Homestaging, obwohl es ein sehr emotionales Thema ist. Aber wie geht denn das vonstatten?

Guido Augustin [00:13:27]:

Die Entscheidungsfindung, das ist ganz einfach. Nein, ich weiß, das war nicht die Frage, Aber es passt so schön dazu zu sagen, hey, wir wissen alle aus der Neurologie und sonst woher aus der Biologie, dass Entscheidungen im Bauch getroffen werden. Also wenn wir da diesen rationalen Anteil, tragen wir ja alle in uns charakterlich, haben dann oder auch, wenn er dann auch dominant sein sollte. Wir brauchen den ganz dringend, weil wenn die Entscheidung emotional im Bauch, sagt man ja auch, gefallen ist, dann brauchen wir ja jemanden, der uns das rationalisiert, der uns das operationalisiert, der uns das erklärt, warum die Entscheidung richtig war, damit es sich auch richtig anfühlt Im Nachhinein. Insofern ist das ganz, ganz wichtig. Naja, die Frage ist, wie funktioniert Homestaging? Richtig?

Beate Roth [00:14:06]:

Genau. Also wie beauftragt man euch oder wie bezahlt man euch? Wie ist euer Geschäftsmodell? Und das von vielen anderen Homestagern ja wahrscheinlich auch. Aber natürlich, du bist mein Gast, dass du mal erzählst, wie beauftragt man euch oder wie arbeitet ihr? So ein bisschen, wie ist das Doing jetzt wirklich?

Guido Augustin [00:14:23]:

Ja, ich bin, wenn ich das so sagen darf, unique. Nicht nur, weil ich heute dein Gast bin, sondern auch, weil unser Businessmodell auch unique ist und weil wir als Unternehmen auch im deutschsprachigen Homestaging-Markt unik sind. Wir haben zehn Mitarbeiter, damit gehören wir zu den allergrößten Unternehmen der Branche hier bei uns im Lande. Ich habe vorhin gesagt, Homestaging ist eine sehr weibliche Branche, was weder gut noch schlecht ist. Das ist einfach so. Und die allermeisten dieser Frauen im deutschen Homestaging sind Einzelunternehmerinnen. Auch das ist keine gute oder keine schlechte Nachricht. Das ist einfach eine Nachricht. Das ist so. Die dann entsprechend ihrer, der Bedürfnisse an Kapazität dann Helfer zu buchen, teilweise auch Möbel mieten, weil sie keine eigenen Lager haben. Alles völlig in Ordnung. Wir haben ja auch lange selbst ausgebildet. Das sind unterschiedliche Ansätze, die man da fahren kann. Und unser Ansatz war immer schon, also beziehungsweise Connys Ansatz anfänglich, sie hat ja 2014 damit begonnen, mit Cornelia Augustin Homestaging Waffen anfangs an zu besitzen. Auch das ist eine Charakterfrage. Ich will nichts mieten, ich will das alles haben. Und es ist ja auch schön, diese Sachen zu kaufen. Machen wir uns nichts vor und dann ins Lager ziehen. Wir haben mittlerweile ein Lager, das hat etwas über 200 Quadratmeter mit Hochregalen, irgendwie sechs, sieben Meter hoch. Und ist mal voller Malera, je nachdem, wie so die Aufträge rein- und rausschwappen. Wir haben immer so zwischen 20 und 25 Projekte ausgestattet, die draußen sind, also die nicht im Lager sind, weswegen unser Logistikchef immer sein schlimmster Albtraum ist, die kommen alle gleichzeitig zurück. Das wird nie passieren, aber Wenn das passieren würde, dann wäre das Lager natürlich so was von zu klein und wir müssten einen Container dazu mieten. Aber damit ist nicht zu rechnen. Im Gegenteil, die Anzahl der Projekte draußen, die nimmt eher zu als ab. Auch das ist ja auch ein Konjunkturthema. Du hast so viele Fragen gestellt. Lass uns auseinandernehmen. Also wir sind da ganz gut unterwegs. Wir sind auch bundesweit unterwegs. Das machen manch andere auch, aber die meisten sind dann regional. Aber auch da muss halt zueinander passen. Das Business-Modell. Der Klassiker. Es gibt im Grunde zwei. Wir fahren zwei Modelle. Der Klassiker, den auch die allermeisten, ich kann nicht sagen alle, weil ich tatsächlich nicht ganz genau weiß, ob wirklich alle das so machen, aber der Klassiker ist klassisches Projektgeschäft. Du sagst, hey, ich habe da eine 80 Quadratmeter Wohnung in Düsseldorf von mir aus zu verkaufen, könnte dir ausstatten. Klar, dann kalkulieren wir das durch und dann kostet das irgendwie 6.500 Euro, 7.000 Euro, irgendwas in der Größenordnung. Mein wirklich dicker Daumen. Dann bezahlst du das vorher in ein oder zwei Raten oder Teilen und wir setzen das Projekt So, alles gut. Du wirst die Wohnung super verkaufen. Es wird sich rechnen. Auf die Rendite, wie gesagt, kommen wir ja noch. Cliffhanger. Und da gibt es noch ein anderes Business-Modell, das wir Ende letzten Jahres entwickelt haben, Ende 2022 entwickelt haben, weil die Schwierigkeit ist einerseits, uns kennen nicht alle. Home-Staging kennen nicht alle, uns kennen nicht alle Und Business im Bereich, wo es wirklich persönlich ist, also wir machen jetzt keine Palettenzulieferdienste oder irgendwas, sondern das ist ein sehr persönliches Geschäft, basiert auf Vertrauen. Wenn ich was nicht kenne, kann ich kein Vertrauen dazu haben, wie soll das funktionieren? Das geht ja gar nicht systemisch. Also haben wir da immer mal so eine Grundschwierigkeit, dass wir erst mal Vertrauen aufbauen müssen, zusammen mit dem Kennenlernen. Die nächste Grundschwierigkeit, die wir haben, ist der Geldstrom, der in die andere Richtung läuft bei diesem klassischen Modell. Wenn du sagst, hey, ich will meine Wohnung verkaufen, dann erwartest du Geld zu bekommen, weil du verkaufst sie. Dann kriegst du, ich weiß nicht, Wohnung Düsseldorf, 80 Quadratmeter, naja, kommt schon was zusammen, halbe Million plus, ne? Plus ordentlich. Das willst du bekommen, darauf freust du dich, in Gedanken, was immer du damit schon vorhast. Da können wir vielleicht mal darüber reden, wenn das Mikro aus ist.

Mein Gast

Guido Augustin

Guido Augustin ist ein Experte im Bereich des Home Stagings, einer Methode, um Wohnimmobilien optimal für den Verkauf vorzubereiten. Seit 1971, als es von der amerikanischen Immobilienmaklerin Barb Schwarz erfunden wurde, hat sich Home Staging auch in Deutschland etabliert. Guido Augustin ist seit etwa 15 Jahren in dieser Branche tätig und unterstützt Immobilienbesitzerinnen und -besitzer sowie Erben dabei, ihre Immobilien attraktiv auf dem Markt zu präsentieren und den Verkaufsprozess zu optimieren. Seine Hauptaufgabe besteht darin, durch emotionales Marketing den Verkaufspreis zu steigern und die Vermarktungszeit zu verkürzen. Trotzdem ist Home Staging in Deutschland noch immer nicht allen bekannt, so dass Guido Augustin daran arbeitet, die Bekanntheit dieser Methode zu erhöhen. Er ist ein Experte in seinem Bereich und unterstützt seine Kunden dabei, die beste Idee zur Vermarktung ihrer Immobilie umzusetzen.

Beate Roth [00:18:20]:

Ich bin ja Kölnerin und kann da ja gar nicht mitreden, was in Düsseldorf los ist.

Guido Augustin [00:18:25]:

Okay, du willst dann lieber verbrennen, oder? Naja, und Dann sage ich dir, jetzt musst du uns aber Geld bezahlen. Das heißt, du willst Geld bekommen und musst Geld geben. Auch wenn die Verhältnisse natürlich ganz andere sind, auch wenn die Investition funktioniert. Psychologisch ist es erstmal eine Hürde, über die du springen musst, über die wir dich bringen müssen im Vertrieb, im Marketing, im Sales. Das ist auch schwierig. Deswegen haben wir gesagt, pass auf, Wir drehen das Ganze mal Wir übernehmen das Risiko oder den allergrößten Teil des Risikos, weil im Gegensatz zu dir, das ist jetzt dir virtuell, du hast ja Erfahrung, aber wenn du jetzt eine Privatverkäuferin wärst, das ist ja das Rollenspiel, das wir gerade spielen, Dann hast du uns gerade erst kennengelernt. Du kannst natürlich kein Vertrauen haben und du hast auch noch nie Homestaging eingesetzt. Wir schon. Wir haben ungefähr 400 Projekte Vorsprung. Deswegen haben wir Vertrauen. Deswegen wissen wir, was geht. Deswegen nehmen wir die Anfangsinvestitionen weg. Die streichen wir. Und was du einfach nur bezahlst, ist die Miete für die Möbel, für die Accessoires. Das heißt, du hast laufende Kosten, wie du es gewohnt bist, laufende Kosten zu haben für deine Versicherung, für deine Finanzierung, für deine Grundsteuer, für dein Abwasser und was auch immer. Wer Immobilien besitzt, weiß, da kommt jeden Tag irgendeine Rechnung, irgendwas ums Eck, irgendeine Lastschrift für irgendwas kommt da ständig. Gut, und da hängen wir uns dann einfach dran, weil das bist du ja gewohnt. Wir wollen dir ja keine Pein verursachen, im Gegenteil. Wir wollen ja, dass du da super aus der Nummer rauskommst. Und das andere ist, wenn das Haus oder die Wohnung verkauft ist, dann bekommst du das große Geld und du bist es gewohnt, kleines Geld zu verteilen. Vielleicht musst du die Finanzierung noch ablösen, wenn noch was drauf ist. Vielleicht hast du Mitbesitzer, Miterben beispielsweise. Vielleicht hast du einen Makler engagiert, der seine Quotasch völlig zurecht bekommen soll und da sagen wir okay, stellen wir uns nebenan, dann wollen auch wir unseren Investitionsanteil nach dem erfolgreichen Verkauf haben und das macht das ganze wesentlich leichter. Da können die Menschen, das merken wir, sowohl Makler als auch die Privatverkäufer, sehr viel einfacher mit umgehen und sich sehr viel leichter entscheiden, sehr viel leichter auf Homestaging setzen. Und das ist ja das, wo wir hinwollen. Nicht, weil wir Ihnen irgendwie einen Quatsch verkaufen und dann huka huka in den Keller gehen und uns freuen, sondern wir wissen ja, dass es ihnen hilft. Wir haben ja die Zahlen, wir haben die Erfahrung, aber unser Gegenüber, unser potenzieller Kunde hat es halt noch nicht, weil er die Erfahrung noch nicht machen durfte im Leben und dann ist es eben unsere Aufgabe, ihn da hinzubringen, dass er hinterher sagt, Mensch, super Idee, Herr Augustin, Frau Augustin, was bin ich froh, dass ich euch engagiert habe.

Beate Roth [00:20:52]:

Also genau, also klassisch ist eigentlich, so wie es viele machen, so wie ihr es auch sehr lange gemacht habt, dass man in Vorleistung geht. Also ich sage mir, ist jetzt eigentlich egal, ob es der Eigentümer macht oder Makler, Maklerinnen, seid hellhörig. Das ist auch natürlich eine Idee für euch in Vorleistung zu gehen. Home-Saging zu beauftragen, einen höheren Kaufpreis zu bekommen und sich dann ja auch gerne nachher wieder zurück bezahlen zu lassen vom eigentümer eigentümerin und da habt ihr gesagt okay man braucht vertrauen beauftragt zu werden und ich sage ja immer man braucht vertrauen in die person ins produkt in die firma und wenn man kennt euch nicht man kennt das produkt nicht also da war schon zwei sachen so sympathisch wie ihr dann auch immer rüber kommen möget ja klar sind noch zwei dinge die einen hängen lassen und dann ist es natürlich super habt ihr also jetzt ende des letzten Jahres die Idee gehabt und gesagt, okay, was können Eigentümerinnen machen, die können oder sind es gewohnt monatlich irgendwas zu bezahlen, deswegen habt ihr jetzt noch ein zweites Geschäftsmodell, dass man monatlich was abbezahlt oder die Möbel mietet quasi, weil es sind ja Möbel, Gardinen, Dekorationen, die ihr dann jeweils zur Verfügung stellt. Ja, super. Also und wir haben jetzt auch mitgekriegt, dass ihr das bundesweit anbietet. Ihr sitzt in Mainz, aber ihr habt kein Problem, es in ganz Deutschland quasi anzubieten?

Guido Augustin [00:22:21]:

Nein, da muss halt das Projekt dann zu uns passen und wir müssen zu dem Projekt passen und dann fahren wir da gerne hin. Also wir sind regelmäßig in Berlin, in Hannover, in Nürnberg,

Beate Roth [00:22:30]:

wo es halt sein soll. Und damit es passt, was sind die Grundvoraussetzungen für euch?

Guido Augustin [00:22:37]:

Neben den Dingen wie Vertrauen und Sympathie und all dem ist für uns eigentlich der entscheidende Faktor am Ende des Tages die Lage und damit quasi der Preis pro Quadratmeter Wohnfläche. Daran können wir es messen. Also es muss eine gewisse Kraft in dieser Region stecken, in der Immobilienregion, wo das Haus, wo die Wohnung steht, liegt. Oder andersrum gesagt, wenn man mal so in die tiefen Wälder hineinfährt, will ich das keine nennen, will keinen abwerten, aber da gibt es Gegenden, wo der Quadratmeter Wohnfläche noch 1200, 1400, 1600 Euro kostet. In solchen Gegenden wird es für uns, für die Art, wie wir arbeiten, schwierig, das wirklich erfolgreich umzusetzen. Weswegen wir uns auf die etwas stärkeren Gegenden konzentrieren, das sind eben städtische Lagen, jetzt nicht nur die Hotspots wie Düsseldorf, Hamburg, München, Frankfurt oder sowas, aber schon eher die Ballungsräume. Im Zweifelsfall muss man mal reden, auch je näher es natürlich an an uns liegt, umso einfacher. Aber das ist so ein erster Filter, also da ganz tief irgendwo hinter die letzte Düne oder den letzten Bergkamm oder was auch immer zu fahren, macht für uns, für den Qualitätsanspruch,

Beate Roth [00:23:47]:

den wir haben, am Ende nicht immer Sinn. Ja, aber ist es grundsätzlich egal, ob es eine Eigentumswohnung ist, ob es ein Haus ist, ob es eine Villa ist, also sämtliche Arten von Immobilien oder ob es Büroimmobilien sind oder

Guido Augustin [00:24:03]:

wie? Okay, also es gibt Kolleginnen und Kollegen, die auch Büroimmobilien machen oder Gastro ist auch ein interessantes Thema im Bereich Homestaging. Das machen wir nicht. Wir fokussieren ausschließlich auf Wohnimmobilien Und dort ist es egal, ob das jetzt ein Studenten-Apartment mit 23 Quadratmetern ist oder die Villa am Waldrand mit 54 Quadratmetern. Das skaliert halt dann über die Fläche. Natürlich ist da das Projektvolumen größer, natürlich brauchen wir da länger, klar. Aber das Prinzip funktioniert hier wie da ganz genauso. Das ist völlig egal. Was nicht funktioniert, ich grenze es immer so links-rechts ab, wo wir nichts verloren haben, ist, wenn das in der Familie weitergegeben wird, so die Oma überschreibt im Englisch ihr Haus. Klar, was haben wir da zu tun? Nichts. Finger weg. Wenn die Immobilie vermietet ist, weil Mieter einfach kein Interesse daran haben, sich da irgendwie zu engagieren, Das funktioniert einfach nicht. Und wenn Immobilien auf Basis von Excel-Tabellen verkauft werden, also wenn es wirklich rein Renditeobjekte geht, gibt es ja auch, das ist ein Riesenmarkt, wo es völlig egal ist, wie die aussehen en detail. Da haben wir auch nichts verloren, weil wer über Excel kauft, der geht nicht in die Objekte und braucht dann auch diesen Zauber des Homesteadings einfach nicht. Das ist eine Art von Immobiliengeschäft,

Beate Roth [00:25:23]:

wo Homesteading einfach nichts verloren hat. Aber da hake ich jetzt direkt mal in deinen Cliffhanger ein. Du hast ja eben Return of Invest schon erwähnt. Was wolltest du uns denn da noch mit auf den Weg geben oder den Zuhörer und Zuschauern?

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Guido Augustin [00:25:36]:

Ja, weil es eine wirklich einfache Rechnung ist, wenn wir sagen, das habe ich vorhin gesagt, aus den Statistiken, dass wir, nehmen wir ruhig die Bandbreite, vier bis zehn Prozent mehr in den USA, was ja schon mal ein riesen Unterschied ist. 52 Prozent in sich, aber egal. Also nehmen wir mal die Untergrenze 4 Prozent. Also wir rechnen jetzt wirklich mal schlecht fürs Homestaging. Mit 4 Prozent wären wir nicht zufrieden, wenn wir nur 4 Prozent erzielen können. Wir können auch gleich darüber sprechen, von wo das ausgeht. Das ist nämlich auch spannend. Und jetzt sage ich, okay, unser Home-Staging kostet, auch da dicker Daumen, zwei, vielleicht drei Prozent des Verkaufspreises. Nehmen wir ruhig drei Prozent, rechnen wir es auch hier schlecht für uns. Dann investiere ich drei Prozent und bekomme vier Prozent nach drei, vier, fünf, sechs Monaten, Wie lange auch immer das dauern mag. Also von 3 auf 4, einen Cent mehr, das sind 33% Rendite. Das in weniger als einem halben Jahr. Ich kenne keine Finanzanlage, zumindest keine seriöse, die so etwas auch nur ansatzweise realisieren könnte. Und da haben wir es ja schlecht gerechnet. Drei Prozent ist schon relativ viel für ein Homestaging und vier Prozent mehr Erlös ist relativ wenig für Homestaging. Das heißt, wenn wir mal sagen, pass auf, du zahlst zwei Prozent und kriegst acht Prozent, dann sind wir, da kriege ich selbst schon fast Skrupel, die Zahlen auszurechnen, sind wir bei 4% Rendite. Also unglaubliche Sprünge, die da möglich sind, muss man halt wirklich mal in der Relation sehen. Und Das lässt dann das kleine Restrisiko, das jedem Geschäft auf der Welt inne wohnt, völlig bedeutungslos erscheinen.

Beate Roth [00:27:06]:

Ja, du hattest ja auch gestartet mit Win-Win-Win-Situation für alle und so mal kurz dargestellt. Ist es das wirklich? Und ich glaube, ich finde das super schön, Homestaging. Also ich kenne es nur aus meiner Projektentwicklungszeit, wo wir ja, viele meiner Hörer und Zuschauer wissen es, dass ich ja bei der Deutschen Post Immobilienentwicklung gearbeitet habe. Und das waren halt wirklich riesige Gebäude. Und wo wir aus 30.000 Quadratmeter erstmal Einheiten machen mussten pro Etage, eine ganz andere Nutzung darstellen mussten, weil eine zweite Post gibt es ja nicht. Und ich sage immer, ob du in Düsseldorf, Uppertal, Essen oder wo auch immer in Nordrhein-Westfalen aussteigst und ein großes Gebäude siehst, da habe ich quasi damals mit Projekt entwickelt. Dann haben wir ein Projekt, also Einheiten gebildet von 200, 300 Quadratmeter für eher Geschäftsräume, Gewerberäume. Und die zweiten, dritten, vierten käufer kamen immer viel schneller nachdem wir das erste dargestellt hatten oder den ersten entweder in showroom eingerichtet hatten genauso das weiblich zwar so mit meine idee mensch lassen sie doch da irgendwie was reinstellen das war damals ja auch total neu und wenn die ersten mieter da waren wenn der Zahnarzt da seine Praxis und seine rote, riesige Theke schon mal im Empfangsbereich hatte und du bist danach erst in die oberste Etage und hast den leeren Raum angeguckt, aber dann hatten die Mietinteressenten oder Kaufinteressenten halt auch schon die Idee mit im Sinn, was kann ich da machen, weil ja, es sind sehr viele Männer in der Anmietung, Vermietung, Verkauf tätig. Diese Vorstellungskraft fehlt denen wahrscheinlich oftmals, deswegen ist es wahrscheinlich auch ein weibliches. Wir sind irgendwie die Innenarchitektinnen und haben auch viel Schaum, gerade bei Wohnimmobilien. Aber es ist wirklich so, Viele Menschen haben nicht diese Vorstellungskraft. Das ist so. Ich kenne es halt auch aus meiner Erfahrung vom Verkauf damals.

Guido Augustin [00:29:24]:

Ja, und absolute Parallelitäten, was du da auch schilderst. Du hast ein großes Gebäude, das dann vielleicht sogar leer ist und keiner kann sich es vorstellen. Und Da geht es darum, das wirklich in Scheibchen zu schneiden, damit man den Elefanten kochen kann. Da muss ein Scheibchen geschnitten werden. Und genau das passiert auch. Wir haben gerade ein ganz, ganz tolles Haus in der Vermarktung. Das, was wir gerade gestaged haben, ist gerade nicht bei uns in der Vermarktung. Wir sind ja keine Vermarkter. Und da war auch unterm Dach ein riesengroßer Raum frei, also mit Dachschrägen. Und das war über die gesamte Hauslänge, das waren das bestimmt 10, 12 Meter. Und da waren halt früher, das ist ein altes Haus, die zwei Kinderbetten. Aber es war ein Riesenzimmer. Und was hat Conny gemacht? Sie hat in der Mitte aus Schiffon quasi eine Wand gehängt, also einen Vorhang auf der Hälfte, einfach aufzuzeigen, wie groß diese Räume immer noch sind, wenn man sie durch zwei teilt. Und ein Kind bekommt rechts das Zimmer und ein Kind bekommt links das Zimmer und du baust eine Wand rein, Trockenbau, alles easy. Ist ja alles kein Thema, aber die Menschen gehen rein und sagen, ach, das ist ja cool, stimmt, das ist ja immer noch ganz, ganz groß. Da könnte man ja immer noch einen Schrank hinstellen, dann ist es immer noch groß genug, weil wir ihnen einfach helfen, es sich vorzustellen, weil wir ihnen helfen, Vertrauen zu schöpfen in diese Immobilien, damit sie sagen, hey, ja cool, das wird mein neues Zuhause. Das kann ich mir vorstellen. Und dafür, da sind wir dann bei den Vorteilen der Käufer, geben sie dann auch tatsächlich gerne mehr Geld aus.

Beate Roth [00:30:44]:

Wie seid ihr zum Homestaging gekommen?

Guido Augustin [00:30:47]:

Also Conny ist zum Homestaging gekommen und ich bin dann hinterhergerannt. Tatsächlich war es eine Freundin von ihr aus einem ganz anderen Bereich, die irgendwann irgendwo, ich glaube, Zeitungsartikel war es, dazu gelesen hat. Und sie sagte, du Conny, das ist doch genau dein Ding und hatte recht. Dazu muss man wissen, dass Cornelia Augustin im Möbelhandel gelernt hat, also klassische Einzelhandelskauffrau, da schon mit dem Möbelgen quasi infiziert. Davor gab es auch in der Familie ganz tolle Vorbilder von Frauen, die im tiefsten Westfalen eingerichtet waren wie die Damen in New York. Das hat alles zusammen gepasst. Sie hat später Marketing studiert in München und dann verschiedene andere Dinge gemacht, Thema Familie, Thema Kinder und so weiter. Und genau zur rechten Zeit kam dann diese Freundin ums Eck und sagt, Conny, schau dir das mal an. Ist das nicht was für dich? Und siehe da, absolut perfekt, genau das Richtige für sie. Das ist so schön, weil ich gerade mit meinen Akademie-Mitgliedern

Beate Roth [00:31:47]:

bei dem letzten Online-Meeting das Thema hatte, dass man meistens von außen gesagt bekommt, was man selber ist. Also die eigene Identität zu finden, fällt einem selber schwer. Und dass von außen die Leute oder die Freunde, Bekannte, Geschäftspartner sagen, das ist doch genau dein Ding. Und ja, super, schön, klasse. Jetzt sag uns dann noch mal ein bisschen was von dir, weil ich finde es auch immer schön den menschen kennenzulernen und kennst vielleicht das spiel also auf jeden Fall einfach nur ein Ausschlussverfahren, dass ich dir zwei Begriffe sage und du sagst mir, was du davon für dich in Anspruch nimmst oder besser findest. Und zwar Berge oder Meer?

Guido Augustin [00:32:29]:

Meer, Meer, Meer. Also wenn ich könnte, würde ich auf dem Schiff leben. Oder auf dem Boot, das muss gar nicht so riesig, riesig sein. Ah, schön.

Beate Roth [00:32:37]:

Fleisch oder Gemüse?

Guido Augustin [00:32:39]:

Fleisch, tatsächlich.

Beate Roth [00:32:41]:

Kino oder Theater?

Guido Augustin [00:32:43]:

Ach, wir waren gerade vorgestern im Kino, Insofern bin ich wieder auf dem Kinotrip. Nee, aber eigentlich lieber Theater. Also das Theater mit seiner Tiefe, und damit meine ich nicht die räumliche Tiefe, das ist auch diese Nähe, dieses direkte, menschliche, was dann auch bis zur Interaktion geht, das ist dann schon eher mein Ding. Und ich habe da auch ein paar Vorerfahrungen im Theater, habe da teilweise mal mitgearbeitet oder Truppen begleitet. Insofern ist Theaterluft eine ganz besondere Luft. Ja, stimmt. Was habt ihr denn gestern gesehen oder vorgestern? Wir waren im Kino und haben Avatar, The Lion Water gesehen. Das Ganze noch in 3D, lang nicht mehr im Kino gewesen, wo es erstmal schlecht ist, die ersten zehn Minuten, bis das ganze System im Hirn sich da zurechtgeruckelt hat. Das war eine sehr beeindruckende Geschichte. Also irgendwie so eine Mischung aus Titanic und Winnetou, aber einfach fantastisch erzählt. Ron Cameron, der weiß wirklich genau, wo er die Tasten drücken muss.

Beate Roth [00:33:38]:

Ja, ich weiß. Vor zehn Jahren, wo der erste Teil rauskam, waren wir auch so, mh, Sommer. Und dann habe ich sofort, ich sag mal, unseren, allen Kindern, weil Patchwork Family, nach Ostern, die ganzen Karten gekauft. Da war es ja irgendwie so 120 Euro los bei sechs Personen dann. Aber ich war auch so begeistert und jetzt war ich ja lange auf Malle und habe jetzt auch gesagt, ich will unbedingt den zweiten Teil sehen. Ja, sehenswert. Ja, kann ich verstehen. Android oder iOS?

Guido Augustin [00:34:05]:

IOS und dann lange nichts mehr. Eiserner Apple-Freak. Lange nicht gewesen. Ich habe lange auf Windows-Systemen gesessen und habe auch in Kolumnen die Apple-Jünger verhöhnt, wo ich nur konnte, aber bin dann irgendwann so was von konvertiert, ja, wie so ein Ex-Raucher.

Beate Roth [00:34:23]:

Ich wundere mich so langsam, dass Android überhaupt noch lebt, weil ich glaube, es hat noch nie einer was anderes geantwortet außer IOS.

Guido Augustin [00:34:31]:

Mag an der Branche liegen, wenn man sich die Verkaufszahlen anschaut. Vielleicht solltest du mehr Chinesen einladen. Mal gucken.

Beate Roth [00:34:38]:

Klassik oder Pop?

Guido Augustin [00:34:40]:

Klassik. Wenn du Klassik oder Soul oder Jazz gefragt hättest, wäre es schwieriger gewesen, aber so ist es einfach. Klassik.

Beate Roth [00:34:47]:

Und Tesla oder VW?

Guido Augustin [00:34:50]:

Was eine blöde Frage. Natürlich Tesla. Entschuldigung, also nein, das ist natürlich keine blöde Frage, völlig richtig. Aber die Artenweise, wie Tesla vorgeht. Ich habe vor vielen, vielen Jahren denen schon einen riesen Erfolg prophezeit, auch in der Kolumne. Ich habe nicht immer recht gehabt in meinen Kolumnen, das klingt jetzt so, aber wenn es so ist, dann merkt man es sich natürlich leichter, als wenn es nicht so ist, dann vergisst man das wieder. Und Donald Trump war bis zum Ende seiner Amtszeit Präsident, obwohl ich ihm einen schnellen Abgang prophezeit hatte und so weiter. Aber bei Tesla hatte ich wirklich recht. Die Art und Weise, wie die an das ganze Thema rangehen und das ganze Thema Auto komplett neu denken, ist extrem faszinierend. Und wenn man Tesla gefahren ist, wir haben wirklich seit acht Wochen haben wir jetzt ein Model Y. Endlich. Das ist eine völlig andere Richtung. Das ist halt einfach ein Computer, ein Riesenspaßmobil, das dann Räder angeschraubt bekam, damit man es bewegen kann. Komplett anderer Ansatz mit allen Stärken und Schwächen. Da könnte man mehrere Podcasts zu füllen. Da hätte ich auch viel zu erzählen, aber Riesenspaß. Ja.

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Beate Roth [00:35:51]:

Man muss am Statement setzen und sagen, da bin ich umso besser. Dann können sich die Leute auch genau sagen, genau meine Wellenlinge oder genau nicht. Ich bin Vorreiter Mit vielen, was ich schon längst gesagt habe, ist es auch gekommen. So, Hammer dat. Fahrrad oder Auto?

Guido Augustin [00:36:12]:

Mehr Auto, wobei ich fahre ja keinen Tesla. Der Tesla gehört ja meiner Frau. Bzw. Das ist ihr Auto, ihr Dienstwagen. Ich habe einen Fiat 500 Elektro. Das heißt, ich fahre elektronisch offen. Das ist ganz wunderbar, durch den Wald, Vögel zwitschern, hören und so weiter. Habe aber erst vor kurzem jetzt wieder ein E-Bike gekauft, ein ganz schickes, das nicht aussieht wie ein E-Bike, sondern aussieht wie ein klassischer 70er Jahre, irgendwie so ein Drahtesel halt. Und werde dieses Jahr mehr damit unterwegs sein. Hiermit öffentlich bekundet und fest vorgenommen.

Beate Roth [00:36:40]:

Das ist gut. Dann belassen wir es doch mit der Natur, mit diesem Ausschlussverfahren, weil es ist wirklich innerhalb dieser kurzen Zeit erfährt man doch ziemlich viel von einem Menschen und das finde ich schön an diesem Spiel oder an dieser Frage hin und her. Ja, ihr seid mit, Also die größten denke ich mal Homestager bundesweit. Ihr seid bundesweit unterwegs, ihr seid schon mehrfach ausgezeichnet worden, ihr seid in dem Verband der Homestager. Deine Internetseite oder eure Internetseite werden wir natürlich unterhalb der Show Notes auch verlinken, damit man euch anfragen kann, weil es sollen die ImmobilienmaklerInnen als auch natürlich Privatleute, die euch beauftragen können. Ich denke mal, ihr unterstützt dann auch die Makler, Weil es ist ja, wenn er selber noch gar nicht so sehr Bescheid weiß, ist man vielleicht online mit dem Eigentümer vielleicht ein Treffen machen oder vor Ort.

Guido Augustin [00:37:41]:

Da machen wir ja alles mit. Da passen wir uns auch immer der Topografie der Kommunikationsbedürfnisse an, ob man da selbst mit vor Ort geht oder mal ein Telefonat führt oder man einen Flyer schickt, einen Live-Call, irgendwas macht, was gebraucht wird. Ist ja für einen guten Zweck für alle. Ja, super, genau. Weil Win-Win-Win-Situation

Beate Roth [00:37:58]:

für alle. Lassen wir das als Abschluss so stehen. Eine schöne neue, obwohl schon längst alte Sache, aber in Deutschland noch ganz neu. Und ja, wir haben ja eine super Profi-Agentur zu Gast gehabt heute. Vielen Dank, Guido, dass du die Zeit hattest.

Guido Augustin [00:38:15]:

Und möchtest du den Zuhörern, Zuschauern noch was mit auf den Weg geben? Ja, erstmal Dankeschön für die schönen Fragen und die ganze Struktur. Das war alles extrem wunderbar, auch extrem professionell, diese ganze Digitalität, die mich da mit Informationen abfragen und dann auch Tools versorgt hat, die wirklich funktioniert haben. Es ist ja nicht immer so, dass die Prozesse dann bis zum Ende rund durchlaufen. Na ja, Schlussstatement ist wirklich, erst mit Homestaging können wir den vollen Preis erzielen. Das ist unsere Botschaft und das ist dann überhaupt kein Verkaufsargument. Das ist wirklich dann das Mantra, das wir wiederholen. Und das tun wir dann als Vertreter dieser wunderschönen Branche, die es verdient hat, bekannter zu werden, weil es wirklich funktioniert. Erst mit Homestaging können wir den vollen Preis erzielen. Es gibt auch andere Anbieter neben uns, muss nicht alles bei uns landen, wäre dann auch wahrscheinlich zu viel des Kuchens. Aber das ist wirklich die wichtige Botschaft. Sucht euch einen guten Homestager, eine gute Homestagerin, woran ihr die erkennt. Wenn ihr das wissen wollt, fragt nochmal nach, erzähle ich gerne nochmal beim nächsten Mal was. Oder persönlich erst mit Homestaging können wir einen vollen Preis erzielen. Alles andere ist tatsächlich ein kalkulierter Verlust. Ja, und

Beate Roth [00:39:23]:

beste Zeit jetzt, wo der Preis eher nach unten geht, da auch wieder ein Statement zu setzen in der Immobilienbranche und sich als ein etwas anderer Immobilienmakler inzupositionieren und da herauszustechen. Also ein schöner Tipp. Vielen Dank. Schöne Erfolge weiterhin. Schöne Möbel, schöne Häuser weiterhin, die ihr ausstatten dürft. Und ja, ich sage herzlichen Dank, Guido.

Guido Augustin [00:39:47]:

Danke, liebe Beate.


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